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Wünschen hilft zu jeder Zeit

Kaliméra (Καλημέρα). Das kennt fast jeder Griechenland-Urlauber: Guten Tag oder Guten Morgen heißt das. Vielleicht reichen die Kenntnisse sogar schon für ein kalispéra (καλησπέρα), kali nýchta (καλή νύχτα) und ein kali órexi (καλή όρεξη): Guten Abend, Gute Nacht bzw. Guten Appetit! Dass es in Griechenland eine Unmenge von anderen frommen Wünschen zu ganz unterschiedlichen Anlässen und auch Zeiten im Jahr gibt, davon kann sich jemand, der längere Zeit hier lebt, schnell überzeugen.Niemand vergisst an den Montagen, an denen wir in unseren Büros eintrudeln, uns mit einem kaliméra und kali evdomáda (καλή εβδομάδα) zu begrüßen: Guten Tag und Gute Woche also. Wenn dann ein Montag oder auch das Wochenende davor mit einem Monatsbeginn zusammenfällt, wird das Ganze um ein kaló mína (καλό μήνα – Guten Monat) erweitert. Fast schon wie ein langer spanischer oder arabischer Name würden sich die Wunschformeln in dieser Konstellation beispielsweise kurz vor Ostern (Pás-cha, Πάσχα) anhören: kaliméra, kali evdomáda, kaló mína kai (και – und) kaló Pás-cha! Ein anderer schöner Kalí-Wunsch ist Kalí eleftheriá (καλή ελευθεριά): Er ist den schwangeren Frauen gewidmet und erbittet für sie Gute Befreiung in buchstäblicher Bedeutung. Gemeint ist eine problemlose Entbindung und so ergänzt man Kalí eleftheriá oft noch mit dem Zusatz: Me éna póno (με ένα πόνο) – mit nur einem Schmerz. Jetzt, Ende August, sind die meisten Urlauber schon wieder zu Hause. Dass sich damit die schöne Zeit, will heißen to kalokaíri (το καλοκαίρι), ihrem Ende zuneigt, stimmt etwas melancholisch. Nicht zuletzt deswegen hat man sich beim Abschied von den Freunden im Ferienort oder den Verwandten auf dem Dorf bereits Kaló chimóna (Καλό χειμώνα – Schönen Winter) gewünscht, auch wenn er Gott sei Dank noch einige Zeit auf sich warten lassen wird. (GZrs) Let's block ads! (Why?)

Palmen zieren Athens zentralen Boulevard

„Unter dem Pflaster liegt der Strand“ hieß es im Pariser Mai 1968. In diesem Fall heißt er wohl Palm Beach und befindet sich neuerdings in der zentralen Athener Panepistimiou-Straße. An deren südöstlichem Ende nahe dem Syntagma-Platz und nicht weit vom Goethe-Institut ließ die Stadt Athen im Rahmen des Verkehrsprojekts „Die große Promenade“ eine Reihe von hohen Fächerpalmen in großen Kübeln aufstellen.Sie sind zugleich eine Reminiszenz an vergangene Tage, als in Athen an vielen Stellen Zierpalmen standen. In den vergangenen Wochen wurden drei von sechs Spuren der zentralen Straßenachse in Geh- und Radwege umgewandelt. Wegen der daraus resultierenden Verkehrsprobleme erntet das Projekt zurzeit viel Kritik. Die Stadt entgegnet, dass es Pilotcharakter hat und entsprechend angepasst werden kann. Wenn die „große Promenade“ finalisiert ist und die Bauarbeiten beginnen, sollen die Palmen an anderen Plätzen der Stadt eingepflanzt werden. (Griechenland Zeitung / ak) Let's block ads! (Why?)

Waldbrand in der Nähe von Korinth

In der Gegend Kechries südöstlich von Korinth auf der Peloponnes, musste am Donnerstag (9.7.) aus vorbeugenden Gründen ein Sommercamp für Kinder evakuiert werden. In einem naheliegenden Wald war am Mittag ein Brand ausgebrochen.Im Einsatz waren am Nachmittag 79 Feuerwehrleute mit 18 Löschfahrzeugen. Von der Luft aus erhielten sie Unterstützung von zwei Löschflugzeugen und einem Hubschrauber der Feuerwehr. Weder das Camp noch bewohnte Gegenden sind bisher von den Flammen bedroht. (Griechenland Zeitung / eh) Let's block ads! (Why?)

Neue Forschungseinrichtung in Griechenland gefordert

Die Beziehungen zwischen Griechenland und ihrer Diaspora müssten besser untersucht werden. Schwerpunkte sollten die Themenbereiche Politik, Wirtschaft, Philanthropie und ehrenamtliche Betätigungen sein. Das forderte Antonis Kamaras, Mitglied des griechischen Forschungsinstituts „ELIAMEP“. Er betont in einem dieser Tage veröffentlichten Bericht die Notwendigkeit einer neuen Forschungseinrichtung.Die Beziehungen zwischen Griechenland und ihrer Diaspora haben dem Bericht zufolge nach jahrzehntelanger Vernachlässigung in den letzten Jahren, bedingt durch die Finanzkrise, wieder stark an Bedeutung gewonnen. Die Krise habe die drittgrößte Migrationswelle in der Geschichte Griechenlands ausgelöst, heißt es weiter. Etwa eine halbe Millionen Griechen, vor allem Akademiker, hätten seit 2010 ihr Heimatland verlassen.Bislang gebe es in Griechenland keine ausreichende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihrer Diaspora, kritisiert Kamaras. Er schlägt vor, entweder eine neue Forschungseinrichtung ins Leben zu rufen oder eine bereits existierende entsprechend umzugestalten. Das von ihm geforderte „Diaspora Studies Center“ solle dann dazu in der Lage sein, Konferenzen abzuhalten, den Dialog zwischen Wirtschaftsvertretern, Journalisten oder Politikern herzustellen und für die Öffentlichkeit relevante Studien zu entwickeln. (Griechenland Zeitung / em) Let's block ads! (Why?)

Schmähung mit fünf Fingern

Bestellen Sie in Griechenland nie fünf oder auch zehn Gläser Wein mit offener Handfläche in Richtung des Kellners! Die Frage „Warum?“ beantworten wir in unserem Artikel.Diese Geste ist eine moúntza! Und damit will man jemanden beleidigen, beschimpfen und verächtlich machen. Für die Ausführung der moúntza gibt es mehrere Variationen. Neben der einhändigen lässt sich auch jene mit zwei Händen anwenden: Dabei wird die zweite auf den Rücken der ersten gedrückt. „Moúntzes kai stáchtes páno sou!“ heißt ein Spruch. Er bedeutet: „Moúntzes und Asche über dich!“ Damit kommen wir der Herkunft dieser Geste schon näher. Im Babiniotis-Lexikon heißt es, dass moúntza von einem Brauch aus byzantinischer Zeit herrührt: Ein Geächteter, zum Beispiel ein Dieb, wurde mit einer mit rußgeschwärzten offenen Hand eingerieben und gleichzeitig stieß man Flüche gegen ihn aus. Eine, nennen wir sie „populärwissenschaftliche“ Version besagt, dass der ausgetreckte Arm mit offenem Handballen den Wurf eines Steins nachahme, den man in der Antike einem Verstoßenen nachschleuderte, um ihn aus der Gemeinschaft zu verjagen – nicht belegt zwar, doch irgendwie plausibel. Das Bild der moúntza wurde in alle Welt hinausgetragen, als sich vor den griechischen Wahlen 2012 Zigtausende „Empörte“ vor dem Athener Parlament versammelten und mit dieser Geste ihre Wertschätzung gegenüber den damals regierenden Parteien zum Ausdruck bringen wollten. Da bei diesem Bild die „Übersetzung“ der Geste fehlte, dachten Nicht-Griechen wohl an nichts Arges, als sie die unzähligen moúntzes sahen. (GZrs) Let's block ads! (Why?)

Aufwertung des archäologischen Museums von Santorin

Das archäologische Museum der Insel Santorin soll komplett modernisiert werden. Dabei soll eine überdimensionale Frauenstatue im Mittelpunkt stehen, die im Jahr 2000 auf dem antiken Friedhof der Insel ausgegraben worden war.Das Erneuerungsverfahren des Museums und dessen Ausstellung wurde von Kulturministerin Lina Mendoni eingeleitet, die Mitte Juni der Vulkaninsel einen offiziellen Besuch abstattete und auch die entsprechende Finanzierung zusicherte. Erstmals ausgestellt werden sollen nach Beendigung der Modernisierungsarbeiten auch Objekte der Ausgrabungsstelle des Küstenortes Kamari.Das archäologische Museum von Santorin ist eines der ersten seiner Art in Griechenland. Gegründet wurde es im Jahr 1902. Das derzeitige Gebäude wurde 1962 eingeweiht; zuvor hatte 1956 ein verheerendes Erdbeben die Kykladen-Insel verwüstet. Dieses Beben erreichte eine Stärke von 7,5 und das Nachbeben 6,9 auf der Richterskala. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört; 53 Menschen verloren damals ihr Leben. (Griechenland Zeitung / eh) Let's block ads! (Why?)

Ampelsünder sollen künftig geblitzt werden

In Athen und im weiteren Raum Attika sollen künftig „intelligente Ampeln“ installiert werden, die Autos, welche bei Rot durchfahren, fotografieren.Die Maßnahme stellte unlängst der Regionalgouverneur von Attika, Jorgos Patoulis, vor. Wie Patoulis im Rahmen der Einweihung des renovierten Verkehrskontrollzentrums im Athener Polizeipräsidium sagte, soll zunächst an einer nicht genannten Kreuzung eine solche Ampel getestet werden. Sind die Ergebnisse zufriedenstellend, wird die Maßnahme auf ganz Attika ausgeweitet. (GZak) Let's block ads! (Why?)

Hellers Hellas: Kein Reiseführer, eine Hommage!

In „Griechenland kreuz und quer“ blickt Bruno Heller, studierter Philosoph, auf drei Jahrzehnte Griechenlandreisen zurück. Auf 256 Seiten und mit vielen Aquarellen geschmückt, nimmt er den Leser mit auf eine persönliche Reise durch sein Lieblingsurlaubsland. Dabei beschränken sich die umfangreichen Erzählungen nicht ausschließlich auf die gängigen Touristenziele.Doch betreibt man mit „Griechenland kreuz und quer“ vor allem ausgiebiges, griechisches Inselhüpfen: Von der größten Insel Kreta geht es weiter auf die Ionischen Inseln, über die nördliche und südliche Ägäis und zurück auf die Peloponnes. Der „hohe griechische Norden“ bleibt eher außen vor. Wichtiger als die Reiseziele sind wohl die menschlichen Beziehungen, welche der Autor lebhaft schildert und die beim typischen Pauschalurlaub eher selten zu Stande kommen. Heller besucht etwa eine griechisch-orthodoxe Taufe, er ist zu Gast bei Petros, dem Tankstellenwart in Ierapetra und schwärmt natürlich von der allgemeinen Philoxenia – der Gastfreundschaft der Griechen. Zudem spickt Heller seine Reiseziele mit großem Wissen um die Mythen aus der griechischen Antike. So beschreibt er etwa sehr anschaulich das Homer’sche Ithaka des Odysseus. Mit seinem Werk ist Bruno Heller eine persönliche und gleichzeitig zeitlose Hommage an Hellas und die Hellenen gelungen, die nicht ins Klischeehafte kippt. (Griechenland Zeitung / Vanessa Polednia)Bruno Heller: „Griechenland kreuz und quer“, Verlag der Griechenland Zeitung, Hardcover, 256 Seiten, 56 Aquarelle in Farbe sowie in Schwarz-Weiß. ISBN 978-3-99021-034-5. Preis: 19,80 Euro. Sonderpreise für Abonnenten der Griechenland Zeitung: Silber-Bonus: 16,80 Euro / Gold-Bonus: 13,80 Euro Let's block ads! (Why?)

Auf Schienen zur Eintracht

Alle Bewohner und Gäste der griechischen Hauptstadt kommen irgendwann einmal an ihr vorbei: Der „Bahnstation“ Omonia. Sie ist jedoch nur die Nummer 2. Davor befand sie sich an der Ecke der Straßen Lykourgos und Athinas und war quasi ein offener Tunnel. Diese Station wurde vor 120 Jahren (17. Mai 1895) eröffnet, und sie bildete die Endstation der Bahnstrecke Piräus – der ersten in Griechenland.Offiziell in Betrieb genommen werden konnte sie am 17. Februar 1869. Zu den Fahrgästen zählten die damalige Königin Olga sowie der Premier des Landes, Thrassyvoulos Zaimis. Die beiden tuckerten zusammen mit anderen illustren Passagieren in etwa 20 Minuten die acht Kilometer vom Thission im Zentrum bis nach Piräus. Für die ersten „Langstrecken“ in der Geschichte des Schienenverkehrs auf dem heutigen Territorium Griechenlands zeichnet ein Österreicher jüdischer Herkunft verantwortlich: Moritz von Hirsch (1831-1896). Auf der Grundlage eines Vertrages mit dem Osmanischen Reich (1872) übernahm der Untertan Kaiser Franz Josephs u. a. den Bau und den Betrieb der Strecke Thessaloniki – Skopje mit einer Länge von 243 Kilometern. Zurück zur Station Omonia: Eine Verlegung an ihren heutigen Ort war wegen Ausbauplänen Richtung Norden notwendig geworden. Vor exakt 85 Jahren (21. Juli 1930) weihte sie Premierminister Eleftherios Venizelos (1864-1936) höchstpersönlich ein. Und er sah dabei dieselben orangenen Kacheln wie wir sie heute noch kennen. Bis die erste Station nach dem Omonia-Platz – Viktoria – fertiggestellt war, dauerte es dann ganze 18 Jahre. Omonia bedeutet übrigens „Eintracht“ und nicht Harmonie, auch wenn es ähnlich klingen mag. (GZrs) Let's block ads! (Why?)

Umweltprobleme durch Industrie im Stadtgebiet bei Piräus

In Drapetsona westlich von Piräus stinkt es buchstäblich zum Himmel: Wenn der Wind ungünstig steht, ziehen Schwaden, die laut Anwohnern „nach faulem Kohl“ riechen, über das dicht besiedelte Stadtgebiet. Schulen müssen trotz anderslautender Corona-Maßnahmen Türen und Fenster schließen, Hausfrauen die Wäsche vom Balkon holen. Den Missstand bestätigte gegenüber der Griechenland Zeitung auch eine Anwohnerin.Wenn der Wind anders steht, seien Teile der Halbinsel von Piräus betroffen, fügte sie hinzu. Ursprung der vermutlich auch gesundheitlich belastenden Dünste sind die Anlagen des Unternehmens Oil One nahe dem Hafen von Piräus. In den letzten Wochen berichtete vor allem der Privatsender „Mega“ über den mutmaßlichen Umweltskandal. Vor einigen Tagen leitete die Staatsanwaltschaft Piräus Ermittlungen ein. Die ersten Zeugen sollten Anfang der laufenden Woche vernommen werden. Außerdem will die Staatsanwaltschaft ein Gutachten des staatlichen Forschungszentrums „Demokritos“ auswerten. Unter anderem soll in den stinkenden Dämpfen das krebserregende Benzol nachgewiesen worden sein. Neben der Staatsanwaltschaft Piräus hat sich auch das Parlament der Sache angenommen: Ein Abgeordneter der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia und eine Abgeordnete der Kommunisten (KKE) richteten entsprechende Anfragen an Umweltminister Kostis Chatzidakis. Es folgte eine Anfrage von 24 Abgeordneten der linken SYRIZA über die Pläne der Regierung zur Umwandlung des Geländes einer früheren Düngemittelfabrik in einen Park. Das Areal mit dem weithin sichtbaren rot-weißen Fabrikschlot grenzt direkt an die strittige Oil-One-Fabrik. Während die Regierung Samaras 2014 dort noch die Möglichkeit von Industrie und verarbeitendem Gewerbe vorsah, erlaubte ein Gesetz der Regierung Tsipras nur noch sanfte Nutzungen und die Anlage eines großen Küstenparks. Zugleich beschloss das Wirtschaftsministerium vergangene Woche, die Investition von Oil One auf den Prüfstand zu stellen. Dabei geht es allerdings nicht um mögliche Umweltbelastungen, sondern um Zuschüsse, die das Ministerium 2014 für die Fabrik zur Behandlung von flüssigen Abfallstoffen aus Erdöl und anderen Ölen gezahlt hatte, und ob die Investition, wie angekündigt, umgesetzt wurde. Unklar ist, ob in diesem Zusammenhang auch die Gretchenfrage auf den Tisch kommt: Wie es möglich ist, mitten in der Stadt die Ansiedlung solcher Industrien zuzulassen und diese auch noch zu fördern. (GZak) Let's block ads! (Why?)