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Olympia-Odos: „Autobahn des Jahres“ mit Entfernungs-Pass

Zur „Autobahn des Jahres“ wurde die Olympia-Odos im Rahmen der Mobility Awards 2021 gekürt. Diese Nationalstraße verbindet u. a. Athen mit der Hafenstadt Patras auf der Peloponnes. In einer Pressemitteilung wird vor allem auf das „Hybrid-System“ hingewiesen, wodurch es den Kraftfahrern ermöglicht wird, die geforderte Maut entsprechend der tatsächlich zurückgelegten Entfernung zu bezahlen.Dieses System wurde zum ersten Mal im Januar dieses Jahres in Griechenland eingeführt. Bis März hatten sich mehr als 5.500 Autofahrer den „Olympia Pass Hybrid“ besorgt. Trotz eines generellen Reiseverbots, das in Griechenland zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen wurde, wurde dieser Pass in den ersten drei Monaten des Jahres knapp 200.000 Mal auf der Autobahn zwischen Athen und Patras benutzt. (Griechenland Zeitung / eh) Let's block ads! (Why?)

Verkäufe der Printausgaben im Zeitungsgewerbe brechen weiter ein

Auch in Griechenland geht die Zahl der verkauften Printexemplare der Zeitungsverlage zurück. Aktuellen Daten der griechischen Statistikbehörde zufolge wurde in diesem Bereich 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 18,4 % verzeichnet. Den größten Verlust mussten Sportzeitungen (34,8 %) hinnehmen.Zeitungen mit politischer Themenauswahl verzeichneten Verluste in Höhe von 13,5 % und Wirtschaftszeitungen ein Minus von 7,5 %. Die Druckauflage im Bereich „sonstige Zeitungen“ (zum Beispiel Gazetten mit religiösem Inhalt) nahm um 24 % ab. Damit setzte sich der Trend der letzten Jahre fort: 2019 etwa wurden 13,7 % weniger gedruckte Zeitungen als 2018 verkauft. Geringer macht sich der Rückgang der Printexemplare bei Zeitschriften bemerkbar: Hier sank die verkaufte Auflage um 6 %. Bei Kinderzeitschriften und Comics erreichte der Einbruch allerdings eine Größenordnung von 24 %. Ein leichtes Plus von 2,2 % konnten hingegen Zeitschriften der Sparte Freizeit und Unterhaltung aufweisen. Umgesetzt wurden im vergangenen Jahr 8,6 Millionen weniger Druckexemplare (sowohl Zeitungen als auch Zeitschriften), als es 2019 der Fall gewesen ist. ELSTAT führt diese Statistik jährlich seit 1979 durch. Adblock test (Why?)

Straßenverkehr kommt durch Kundgebungen immer seltener zum Erliegen

Zwischen Januar und April wurden landesweit 1.687 Kundgebungen durchgeführt. Das geht aus Daten der griechischen Polizei hervor. 470 davon entfielen auf Athen 185 auf die nordgriechische Metropole Thessaloniki.Statistisch gesehen haben nur 11,1 Prozent dieser Protestaktionen den Straßenverkehr beeinträchtigt, weil sie entweder auf Bürgersteigen oder auf nur einer von mehreren Fahrspuren durchgeführt wurden. Anders sah es nur in Thessaloniki aus, hier musste bei fast der Hälfte der Demonstrationen (41,1 Prozent) der Verkehr gestoppt werden, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung der Polizei. Im vergangenen Sommer hatte ein neues Gesetz das Parlament passiert, wonach es bei einer kleineren Anzahl von Demonstranten nicht gestattet ist, den öffentlichen Straßenverkehr zum Erliegen zu bringen. (Griechenland Zeitung / eh) Adblock test (Why?)

Griechenland ist Europameister bei der Senkung von Verkehrstoten

In Griechenland ging die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2010 und 2020 um 54 Prozent zurück. Dennoch sterben in absoluten Zahlen immer noch überdurchschnittlich viele Menschen auf griechischen Straßen.Es gibt auch gute Nachrichten in Krisenzeiten: Ausgerechnet Griechenland, notorisch einer der Spitzenreiter bei den Verkehrstoten, schaffte als einziges EU-Land die angepeilte Senkung dieses traurigen Werts zwischen 2010 und 2020 um 50 %. Genauer gesagt lag die Zahl der Verkehrstoten je Million Einwohner im vergangenen Jahr um 54 % unter derjenigen von 2010. Europa in seiner Gesamtheit schaffte das selbstgesteckte Ziel nicht. Hier lag der Rückgang im zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts bei 36 %, wie aus den jüngst von der Europäischen Kommission veröffentlichten Zahlen hervorgeht.Europaweit an zweiter Stelle liegen bei der Senkung der Verkehrstoten je Million Einwohner gegenüber 2010 Kroatien bzw. Spanien mit jeweils 44 %, gefolgt von Portugal (43 %) sowie Italien und Slowenien (je 42 %). Drei weitere EU-Länder schafften immerhin die 40-Prozent-Marke. Deutschland zählt mit 25 % übrigens nicht dazu. Dass die Corona-Beschränkungen eine Rolle gespielt haben, zeigt die Jahresstatistik, die EU-weit 2020 gegenüber 2019 einen Rückgang der Verkehrstoten um 17 % ausweist. In Griechenland waren es 16 %; an der Spitze steht hier Malta mit 31 %. Zehn weitere Länder lagen über dem EU-Durchschnitt, aber fünf verzeichneten sogar mehr Tote als im Vorjahr.Das große „ja, aber“ sind die absoluten Zahlen. Hier konnte Griechenland zwar gegenüber 2010 ebenfalls aufholen, das Land liegt aber leider immer noch relativ weit oben in der Statistik. Zu Beginn des letzten Jahrzehnts starben auf den griechischen Straßen noch 113 von einer Million Einwohnern, nach Rumänien (117) die höchste Zahl in ganz Europa. Im vergangenen Jahr belegte das Land mit 54 Toten zusammen mit Zypern den siebten Platz unter den 27 Mitgliedsländern.Dass die Verbesserung der Statistik nicht nur an Corona liegt, zeigt der langfristige Trend: Bereits 2019 hatte sich die Zahl der Verkehrstoten mit 64 je Million Einwohner gegenüber 2010 fast halbiert. Bessere Straßen, neuere Autos, bewussteres Fahrverhalten und vielleicht auch die griechische Schuldenkrise dürften hier eine Rolle gespielt haben. Die höchsten Zahlen hatten letztes Jahr Rumänien (85 Verkehrsopfer), Bulgarien (67) und Polen (65). Am sichersten fährt man in Schweden, wo 2020 nur 18 von einer Million Einwohnern ihr Leben auf dem Asphalt verloren. (GZak) Adblock test (Why?)

Bildungsministerin: Kürzere Sommerferien

Die griechischen Schülerinnen und Schüler werden in diesem Jahr später in den Sommer starten – und womöglich früher wieder in die Klassenzimmer zurückkehren. Wie Bildungsministerin Niki Kerameos bekanntgab, wird das laufende Schuljahr wegen der Corona-Krise um zwei Wochen verlängert.Das heißt, die Sommerferien beginnen am 26. Juni, anstatt dem ursprünglichen Termin am 12. Juni. Damit soll Schulstoff nachgeholt werden, der durch den Fernunterricht nicht ausreichend behandelt wurde. Der Präsenzunterricht in der Grund- und Mittelstufe soll nach drei Monaten Pause am 10. Mai nach den Osterferien wieder starten. Darüber hinaus sagte Kerameos, dass die Versetzungsprüfungen in der Grund- und Mittelstufe wie schon im letzten Jahr ausfallen werden. Die Panhellenischen Abschlussprüfungen (griechisches Abitur) beginnen am 14. und 15. Juni. Außerdem ließ Kerameos offen, ob das kommende Schuljahr im September vielleicht früher anfängt. „Wir werden sehen, wie die Datenlage ist“, sagte sie im Radiosender Skai. (GZak) Adblock test (Why?)

Warum fällt das Osterfest der Westkirche nicht immer mit dem Auferstehungsfest der Orthodoxen Kirche zusammen?

Die orthodoxe Kirche bringt mich immer wieder durcheinander. Oder besser gesagt: Sie regt zum Nachdenken und Nachforschen an. Zum Beispiel nach der Methode, wie der Ostertermin errechnet wird. Das bevorstehende Osterfest hat wie alle seit 1688 Jahren eben etwas mit Astronomie zu tun, weil man es immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond bzw. der Tag- und Nachtgleiche oder latinodeutsch dem „Frühlingsäquinoktium“ feiert.Diese Entscheidung haben die Bischöfe im Jahre 325 n. Chr. beim Konzil von Nizäa getroffen. Aber nicht nur das: Auch beschloss man damals, dass Geistliche nicht mit einer Frau zusammenleben dürfen – Mutter, Tante oder Schwester ausgenommen – und dass auch Eunuchen Priester werden können, wenn sie keine Selbstkastration vorgenommen haben. Aber das hat nichts mit den Sternen zu tun. Zurück zum Ostertermin. Um dieses Fest rankt sich alles, alles hängt von ihm ab. Nicht nur der Beginn der Faschingszeit oder Pfingsten, auch Namenstage richten sich nach ihm. Zwei Beispiele für „flexible“ Feste: Theodoros wird immer 43 vor und Thomas immer sieben Tage nach dem Ostersonntag gefeiert. Auf der anderen Seite hängt eben Ostern auch von der Astronomie ab, vom Vollmond also und vom Frühlingsbeginn. Dazu heißt es in der Wikipedia: „Der astronomische Frühling beginnt, wenn die scheinbare geozentrische Länge der Sonne 0° beträgt. Dies ist der Zeitpunkt der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (Primaräquinoktium). Er fällt bis auf wenige Sekunden mit dem Zeitpunkt zusammen, zu dem die Sonne den Himmelsäquator von Süden nach Norden überschreitet.“ Was dahinter steckt, dass es beim höchsten kirchlichen Fest der Christen zwischen der West- und Ostkirche immer wieder Datumsdifferenzen gibt, war nicht schwer herauszufinden. Weil die Orthodoxie auch nach der Kalenderreform von 1582 der Berechnung weiterhin den alten Julianischen Kalender zugrunde legt, driften die Termine oft auseinander. So wie in diesem Jahr, wo der Unterschied fast einen Monat beträgt: Der Frühlingsvollmond fiel auf den 28. März, konsequenterweise wurde im Westen am Sonntag darauf, dem 4. April 2021, Ostern gefeiert. Für die Orthodoxen war jedoch nach dem Julianischen Kalender erst der 3. April Frühlingsbeginn. Der nächste Vollmond folgte am 27. April, also fällt Ostern auf den Sonntag danach, den heutigen 2. Mai. Erst 2025 feiert die Ost- und Westkirche Ostern wieder zusammen und zwar am 20. April. (Griechenland Zeitung/rs) Adblock test (Why?)

Rund ums rote griechische Ei

Eier zu Ostern zu verschenken – das ist eine internationale wie auch eine griechische Sitte. Es ist eine bekannte Tatsache, dass die Hühner just im Frühling besonders eifrig zu legen beginnen. So gab es in Bauernhaushalten Eier im Überfluss, und was man übrig hat, verschenkt man lieber und leichter als das, woran es einem mangelt. Schon aus byzantinischen Zeiten sind Berichte überliefert, dass in Griechenland zu Ostern Eier verschenkt wurden, und zwar – genau umgekehrt wie heute – vom Kleineren an den Größeren bzw. Höheren, als einfache, kostengünstige Gaben, die jedoch den verwöhntesten Gaumen erfreuen konnten: Schüler schenkten sie Lehrern, Gläubige den Pfarrern und Patriarchen, Untertanen den adligen Herren …Diesen Ostergeschenken eine symbolische Bedeutung zu geben, war ein Leichtes: Ist doch das Ei die biologische Quelle neuen Lebens … Viel später bemächtigten sich die Zuckerbäcker und Konditoren des Eies, und griechische Kinder erhalten Jahr für Jahr von ihren Paten riesige Schokoladeneier. Warum aber wurden in Griechenland die Eier ursprünglich ausschließlich und werden sie heute noch überwiegend rot gefärbt? Auch dieser Brauch dürfte wie das Verschenken des Eies einen praktischen und einen symbolischen Sinn haben. Wollte man doch ein Geschenk immer schon auch schön verpacken, und da der essbare Teil des Eies ja von Natur aus schon sicher in einer Schale ruht, war das Bemalen die einfachste Methode und die rote Farbe ursprünglich wohl auch am leichtesten herzustellen. Zudem galt die Purpurfarbe seit alters her als die vornehmste aller Farben. Symbolisch wird das Rot allgemein mit dem Blut Christi in Verbindung gebracht. Doch sind verschiedene volkstümliche Legenden im Umlauf, von denen ich eine erzählen will: Wie ein Lauffeuer verbreitete sich im Heiligen Land das Gerücht von Christi Auferstehung. Eine Bauersfrau, die mit einem Korb voll Eiern über Land ging, um sie am Passahfest zu verkaufen, hörte davon und sagte ungläubig: „Wenn das stimmt, dann sollen mir meine Eier rot werden!“ Und da geschah mitten in ihrem Eierkorb ein Wunder. Der Osterhase als magischer Postbote, der die Eier ins Haus bringt, ist aus Mitteleuropa eingereist ebenso wie die grasgrünen, blauen, orangegelben oder pastellfarbenen Eier, die zunehmend das griechische Rot verdrängen wollen. Das Verstecken und Suchen der Eier ist in Griechenland unbekannt. Als unsere Kinder klein waren, bemühte ich mich, griechische und deutsche Ostersitten zu kombinieren. So gab es neben den Körbchen mit roten auch solche mit bunten Eiern, und die süßen Ostergeschenke wurden zwischen den Narzissen und Margeriten im Garten versteckt. Als Ostern mal wieder auf die ersten Maitage fiel, stellte sich heraus, damals bitterlich beweint, heute in der Erinnerung viel belacht, dass die Schokoladen innerhalb ihrer bunten Glitzerhüllen im schon sommerlichen Sonnenschein dahin geschmolzen waren ... Genau wie in Österreich (Eier-Pecken) gibt es auch in Griechenland das Eierklopfen; griechisch Tsoúngrisma. Es ist ein beliebtes sportlich-vergnügliches Wettspiel keineswegs nur für die Kleinen. Der ursprüngliche Sinn soll darin bestanden haben, dem neu erstehenden Leben symbolisch schneller ans Licht zu helfen. Das Tsoúngrisma beginnt beim Auferstehungsmahl in der Osternacht und endet, wenn die letzten zwei roten Eier verspeist sind. Versuche jugendlicher Spaßvögel, rot bemalte Sockenstopfeier aus Holz unterzuschmuggeln, werden schnell durchschaut und ausgebuht.Textauszug aus dem GZ-Buch „Mein Blick auf Griechenland“ von Ursula Spindler-Niros. In ihrem Buch erfahren Sie mehr über dieses kontrastreiche Land, seine Menschen, über Traditionen, Sitten und Bräuche, Essen und Trinken sowie die griechische Mentalität.  Let's block ads! (Why?)

Glücksspiel im antiken Griechenland

Wer das Wort Glücksspiel hört, der denkt vermutlich zunächst an die großen Casinos in Las Vegas. Bunte Spielautomaten, glamourös gekleidete Croupiers, aufgeregte Menschen am Roulette-Tisch – für all das steht das Glücksspiel. Tatsächlich ist das Gambling in Las Vegas ein recht junges Phänomen. Jedenfalls, wenn man bedenkt, dass bereits die alten Griechen ihre Art des Glücksspiels hatten. Dazu gehörten Zufallsspiele wie Kopf oder Zahl, welche bereits vor mehr als 2.000 Jahren für erhitzte Gemüter sorgten. Im antiken Hellas spielte jeder – vom Würfelspiel bis hin zu Wetten auf Pferderennen.Treffpunkte für GlücksspieleHeutzutage ist der Zugang zu Glücksspielen leichter denn je. Spielbanken finden sich in jeder größeren Stadt. Neben den vielen Glücksspiel-Metropolen, wie Monaco und Las Vegas, gibt es außerdem noch die Möglichkeit, jederzeit auf ein Online-Casino zuzugreifen. Dafür braucht es nicht mehr als eine Internetverbindung und ein Gerät, das kurze Ladezeiten und scharfe Grafiken ermöglicht. Schnelle Ein- und Auszahlungen bietet zum Beispiel Rapid Transfer für Casinos, doch darüber hinaus gibt es noch viele weitere Zahlungsmöglichkeiten. Spieler können per Kreditkarte oder mit einem E-Wallet ihr Geld verwalten oder sogar Kryptowährungen nutzen. Die Spielauswahl ist in Online-Casinos zudem unvergleichlich groß. Sowohl in Las Vegas als auch im Online-Casino können die Gewinne sehr hoch ausfallen. Entsprechend hoch darf auch der Einsatz sein. Im antiken Griechenland sah es da noch etwas anders aus. Zunächst einmal gab es bestimmte Treffpunkte: So wurde beispielsweise in Korinth gern am Pirene-Brunnen gespielt. Auch der Tempel der Athene Skiras galt nachweislich als eine beliebte Anlaufstelle für Glücksspielfans.Die Götter brachten GlückWer heute eine lokale Spielbank oder ein Online-Casino aufsucht, der weiß, dass über Sieg oder Niederlage das Glück entscheiden wird. Im alten Griechenland dagegen glaubte man an die Hilfe der Götter. Bekannt ist, dass der Sage nach die Götter selbst begeisterte Spieler gewesen sind. Da wären zum Beispiel Poseidon, Hades oder Zeus. Per Würfelwurf wurde etwa entschieden, wie die Welt aufgeteilt werden soll, oder per Wette, was mit Sterblichen geschehen soll. Es gibt auch viele Malereien, welche die Glücksspielaktivitäten der alten Griechen bestätigen.  Aber Glücksspiele waren in der Antike gewiss nicht nur Spiele für die Götter – von der Gottheit bis hin zum Sklaven nahm jeder auf seine Art teil. Neben Würfelspielen gab es noch Kopf oder Zahl sowie Kartenspiele und Pferderennen oder auch eine Version von Dame. Dabei konnte man gewinnen, indem man die gegnerischen Chips „umzingelte“ und sie so zu bewegungslosen Steinen machte. Als gängige Währung bei den Glücksspielen nutzte man Muscheln. Wer aber nicht genug hatte, der konnte auch auf andere Einsätze zurückgreifen. So passierte es nicht selten, dass Spieler ihr gesamtes Hab und Gut verwetteten. Wer viel Geld hatte, konnte sich teures Equipment leisten. Wollte man als einfacher Bürger Brettspiele spielen, zeichnete man ganz simpel ein Spiel-Gitter auf dem Boden. Für Gewinn und Glück sollen der Hirtengott Pan und der Götterbote Hermes zuständig gewesen sein. Wenn man gewann, dann war dies Schicksal. Diesen Glauben übernahm man dann auch im alten Rom. Es gibt viele Belege dafür, dass auch im Römischen Reich mit Vorliebe Würfelspiele gespielt wurden. Und auch in Deutschland hatte man Freude daran. Das Glücksspiel breitete sich also auf der ganzen Welt aus – nicht verwunderlich, denn auch heute noch wird überall auf der Welt mit Begeisterung gezockt.Alt wie die Menschheit selbstEgal, ob Würfelspiel in der Gemeinschaft oder eine Runde am Spielautomaten im Online-Casino: Glücksspiele begeistern uns Menschen seit jeher. Im Laufe der Jahre hat sich das Glücksspiel immer weiterentwickelt. Die Spiele und Möglichkeiten sind komplexer geworden, doch die Zugänglichkeit ist geblieben. Vielleicht glauben wir heute nicht mehr an Götter, die uns beim Gewinnen helfen – aber mit ein wenig Aberglaube gehen wohl viele Menschen an das Spiel heran. Am Ende entscheidet aber natürlich ganz einfach das Glück. Bereits im antiken Griechenland spielte man, wie gesagt, Kopf oder Zahl sowie Würfelspiele. Dabei muss kein kompliziertes Regelwerk erlernt werden – Spaß und Nervenkitzel sind dennoch garantiert. In Online-Casinos geht der Gemeinschaftsgedanke ein wenig verloren, denn in früheren Zeiten versammelte man sich noch auf öffentlichen Plätzen, um zu spielen. Heute können wir immer und überall auf Glücksspiele zugreifen. Las Vegas und Co. verlieren gleichzeitig nicht ihren Reiz: Dort können die Menschen aufeinandertreffen, gemeinsam feiern und mitfiebern.Lotterien: heute wie damals beliebtViele Glücksspiele haben in Griechenland Tradition. Nicht wegzudenken ist zum Beispiel zur Jahreswende die Staatliche Neujahrslotterie. In Griechenland hat diese einen hohen Stellenwert. Kaum eine Familie verzichtet auf ein Los zum neuen Jahr – oft werden sogar gleich mehrere gekauft. Diesen Brauch gibt es seit dem Jahr 1967, und seitdem kann einmal im Jahr auf einen Gewinn gehofft werden. Die Ziehung findet am letzten Tag des Jahres statt, und wer gewinnt, kann sich über bis zu zwei Millionen Euro freuen.Die alten Griechen wussten, wie man spieltFazit: Die Sklaven spielten, die Armen, die Reichen – und natürlich auch die Götter. Im antiken Griechenland waren Glücksspiele eine gesellige Sache. Man traf sich in Hellas – und auch anderswo auf der Welt – an bekannten Plätzen, spielte Karten- und Würfelspiele oder schloss Pferdewetten ab. Wer die Götter auf seiner Seite hatte, gewann. Mit den Jahren haben sich die Spiele verändert, heute können wir sogar per Knopfdruck auf Online-Casinos zugreifen. Gleichgeblieben ist dabei der Reiz, den ein jeder Spieler bei Glücksspielen empfindet. Gerade jetzt, wo wir alle viel Zeit zu Hause verbringen, sind Online-Glücksspiele eine beliebte Beschäftigung. Ob dabei eine Gottheit über Sieg und Niederlage entscheidet, ist natürlich zweifelhaft. Wohl eher ist es heute der Zufallszahlengenerator, der zum Einsatz kommt. (ba) Let's block ads! 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Übers Unkrautessen

Am Straßenrand, in den Wiesen … Unkraut gibt es im Überfluss, gibt es umsonst. Viele Griechen kennen sich bestens mit Wildkräutern aus, pflücken sie, nehmen pralle Taschen mit Ackersenf, Löwenzahn, Spitzwegerich, Brennnessel und sonstigen Kräutern, die dem Laien ungenießbar erscheinen, mit nach Hause. Denn dieses Unkraut ist vitaminreich, gesund und wird zudem als geschmackvolle Speise zubereitet.Da die Wildkräuter nicht unter das Recht des Privatbesitzes fallen, darf ein jeder auf Felder und Wiesen sammeln gehen. Chόrta bedeutet eigentlich Heu, Gras, in den Tavernen aber wird es als Chόrtasalat angeboten. Da das Angebot saisonbedingt ist, sollte man es sich nicht entgehen lassen. Die Chόrta wachsen nach den winterlichen Regen bis hinein in den Frühling, auch gibt es von Region zu Region unterschiedliche Wildkrautarten. Die frisch gepflückten Wildkräuter werden vor der Verarbeitung gewaschen und blanchiert, dann können sie noch warm oder kalt serviert werden. Chόrta enthalten viele Bitterstoffe und sind an sich bereits geschmackvoll und würzig. Mit Olivenöl und Zitronensaft oder Weinessig angereichert, mit einer Prise Salz sind die Unkräuter eine einfache, aber geradezu köstliche Speise. Zudem sind sie für die meisten Nicht-Griechen ein ungewöhnliches Gericht, das es zu entdecken gilt. Aufgrund ihres Vitamingehalts und ihrer Schmackhaftigkeit sind die Chόrta unter den Griechen eine begehrte Vorspeise oder eine Beilage zum Hauptgericht. Das Einsetzen der Sommerhitze setzt diesem Genuss ein Ende, nicht aber dem vielfältigen Angebot anderer Salate. Denn in Griechenland nehmen Salate einen zentralen Stellenwert im Speiseplan ein, es gibt kaum ein Mittag- oder ein Abendessen ohne Salat. Auβer dem bestbekannten Bauernsalat, der Choriάtiki, an erster Stelle der Salatliste rangierend, gibt es zig andere Angebote. Es gibt Weiß- und Rotkohlsalat. Rucolasalat. Rote Bete, Bohnensalat, Kichererbsensalat, Portulak, Möhren- und Kopfsalat … Aufgrund des Geschmacksreichtums bedarf es keiner raffinierten Sauce. Linda Graf Adblock test (Why?)

Die Braut muss freigekauft werden!

Eine griechische Hochzeit ist anders. Das weiß man. Darüber hinaus differieren die Bräuche von Region zu Region. Wie diese Zeremonie im nordgriechischen Veria abläuft, konnte ich ganz aus der Nähe miterleben. Es geht los mit der Ausstattung: Einige Wochen vor der Trauung machen sich Braut und Bräutigam, getrennt versteht sich, auf den Weg, um ihre Hochzeitskleidung auszuwählen. Nachdem sie fündig geworden sind, wird das Kleid der Braut zum Haus ihrer künftigen Schwiegereltern gebracht und zu den Brauteltern der Anzug des Bräutigams.Am Polterabend, den das Brautpaar getrennt feiern muss, bringen der Trauzeuge und Freunde des Bräutigams tanzend das Kleid zur Braut. Und nehmen anschließend den Anzug mit. Danach wird weiter gefeiert. Am Tag der Hochzeit werden beide im jeweiligen Familienhaus angekleidet und hübsch ausstaffiert. Wenn die Braut fertig ist, setzt sie sich in Begleitung anderer Frauen hinter verschlossener Tür auf ein Bett und wartet. Denn sie hat ihren Preis! Der Trauzeuge muss sie auslösen. Um sie aus ihrem „Verlies“ holen zu können, muss er Geldscheine zücken und sie durch den Türspalt abliefern. Mit einer Rate ist es meist nicht getan. Dieses Procedere kann eine Weile dauern. Erst wenn die Frauen mit dem „Lösegeld“ zufrieden sind, tritt die Braut heraus. Und dann wird im Hof getanzt. Dasselbe macht der Bräutigam mit seiner Familie vor seinem Haus. Nach dem Tanz darf der künftige Ehemann vor der Kirche auf seine Auserwählte warten, was einige Geduld erfordert. Denn die Braut begibt sich gemächlich vor den Altar: Von einer Musikgruppe begleitet macht sie mal hier und mal da Station, und es kann ganz schön lange dauern, bis sie und ihre Hochzeitsgesellschaft endlich den Weg zur Kirche finden. Eine Überlieferung besagt schließlich, dass das Geschlecht des ersten Babys oder Kindes, das die Braut nach der Trauung in den Armen halten wird, auch das Geschlecht ihres ersten Kindes sein soll. Und übrigens: Ein Baby erhält in Griechenland meist erst dann seinen offiziellen Vornamen, wenn es getauft wird. Bis dahin wird nur der Nachname vermerkt.Nikoleta Kagelidou Adblock test (Why?)